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06.06.2004-08.06.2004 Messina-Taormina-Giardini Mit Wind aus Nordost (5-6 Beaufort) ging es nach Giradini, etwas südlich von Taormina gelegen. Wir waren sehr erfreut, von einem deutschen Ehepaar (Susi und Walter) als Marinabetreiber begrüßt zu werden. Ein Super Service durch sie. Susi organisierte Alles: Mietwagen, Wäsche waschen, Elektriker usw. Nur der Preis für die Wäsche (wir fragten nicht vorher) war happig: 100 Euro für einen Sack von ca. 30 kg 1! Susi tat unschuldig und versprach, die Wäscherei nicht mehr zu beauftragen. Wer wohl das viele Geld verdient hat, können wir nicht klären. Trotzdem genießen wir den Hafen und natürlich Taormina, mit seinem römischen Theater (viele kaputte Steine!) mit Blick aufs Meer, seinen Gassen und unverschämt teuren Restaurants. Mit dem Mietwagen sind wir auf den Ätna gefahren und haben unterwegs auch die wunderschöne Landschaft mit vielen Blumen, Orangen- und Zitronenbäumen usw. bewundern können.

09.06.2004 Gardini nach Rocella Ionica (72 sm) Wecken: 6:30 Uhr. Leinen los 7:30 Uhr. Es war wenig Wind vorausgesagt, doch es war zum Anfang genug zum Segeln. Später konnten wir dann unser Parasail wieder rausholen. Nach ca. 72 sm waren wir bereits 19:10 Uhr in Rocella. Tolle Pizza im Hafenlokal gegessen.

11.06.2004 Rocella Ionica nach Crotone (ca. 63 sm) Das Wetter wird nun immer sommerlicher. Das Thermometer zeigt schon 30° C. Erst müssen wir motoren, später kommt etwas Wind auf und wieder tut unser Parasail gute Dienste. 5 Stunden stand er ( der Spinacker) und wir konnten ausgiebig sonnen und faul dem dem Deck liegen. Der Autopilot hielt das Schiff auf Kurs. Dann sahen wir die römische Säule am Capo Colonne und Manfred hat einen Schluck Wein geopfert, so wie es Seemänner schon seit Jahr-tausenden angeblich machen. In einer blau-rosa Abenddämmerung näherten wir uns Crotone. Dort fanden wir noch eine Lücke in der Marina. Im Restaurant gab es wieder Fisch (Schwertfisch) und Spagetti. Satt und glücklich sind wir danach ins die Kojen gefallen.

12.06.2004 Crotone nach St. Maria di Leuca (ca. 74 sm) Die Nach war ziemlich schwül und ein paar Schnaken haben sich auch gemeldet. Haben noch getankt und fast 1 Euro für den Liter Diesel bezahlt. Die Ölkrise geht auch bei uns nicht spurlos vorbei! Wir können nachmittags den Spinacker setzen.

13.06.2004 St. Maria di Leuca - Otranto (ca. 22 sm) Das Sonntagsfrühstück bestand aus Eiern mit Speck. Dann Stadtbummel mit Prosecco. Hier sind wir Im Salento, terre finnibus (Ende der Welt) und an der südlichsten Spitze Apuliens. Am Mittag sind wir dann nach Otranto gestartet. Nur mit Spinnacker und Besan machten wir gute Fahrt und erreichten schon früh unser Ziel. Wir ankerten vor der Normannen-Burg, gingen an Land, wie üblich gut Essen und Trinken. Ich bemerkte später an Bord, dass unser Stromgenerator Wasserverlust im Seewasserkühlkreislauf hatte. Schnell entdeckte ich einen gerissenen Deckel am Wärmetauscher. Leider hatte ich keine Reserve an Bord.

15.06.2004 Otranto-Brindisi (48 sm) Nach einer schwelligen Nacht waren wir froh, am nächsten Morgen den unsicheren, aber einzig vorhanden Ankerplatz verlassen zu können. Es erwarteten uns aber draußen riesige Wellen und der Wind blies uns mit ca. 6 Beaufort von vorne an, sodass wir das Besansegel zum Stabilisieren setzten und dann gegenan motorten. Die männliche Besatzung ist ins Steuerhaus geflüchtet und nur Leila hat draußen ausgeharrt und Wellen, Wasserspritzer und Wind genossen. Hier verlässt uns Manfred und ich bleibe mit meiner Leila alleine an Bord. Wir müssen auf die Ersatzteile und Ersatzpapiere warten , die per Post aus Deutschland kommen sollen. Dies sollte 10 Tage dauern. In dieser Zeit haben wir Brindisi besichtigt und das Boot in Ordnung gebracht.

26.06.2004 Brindisi-Bari bei schwachem, achterlichen Wind setzten wir das Parasail mit doppelten Leinen und probierte zum ersten Mail eine Halse. Dies funktionierte auf Anhieb. Am nächsten Tage Stadtbesichtigung: Basilika des heiligen St. Nikolaus, dem Schutzheiligen der Kinder und Seefahrer, das Normannen-Kastel und die Altstadt.

27.06.2004 Bari-Trani (32 sm) Es wird immer heißer und der Wind lässt uns immer mehr im Stich. Nachmittags frischte es ein wenig auf und wir sind nach Trani gekreuzt. Beinahe wären wir vor Trani in die dortigen Fischzuchtnetze gefahren. Leila bemerkte sie im letzten Moment und wir konnten gerade noch ausweichen. Eine schöne Stadt ist Trani, aber die Temperaturen erreichten nun 40°C im Schatten. Im Hafen legten wir neben riesigen Motoryachten an.

29.06.2004 Trani-Dubrovnik (107 sm) Wecken: 4:00 Uhr. Vor uns liegt eine große Strecke. Bei Sonnenaufgang verlassen wir den Hafen. Ein wunderschöner ruhiger Morgen. Unterwegs begegnen wir einigen Frachtschiffen. Später haben wir wieder das Parasail gesetzt. Am Mittag frischte der Wind mehr auf und wir machten gute Fahrt. Um Mitternacht erreichten wir die Stadt und machten im Zollhafen Gruz fest. Natürlich nicht bei der Polizei. Am nächsten Morgen holten wir das Einklarieren nach. Die Polizisten verziehen uns das Vergehen, dass wir nicht in der Nacht einklariert hatten, weil es unser wirklich erster Nicht-EU-Hafen war. Wir fahren früh los um eine schöne Bucht zum Ankern zu finden. Nach ca. 3-4 sm Fahrt bemerke ich, dass das Boot immer langsamer wird. Ich ahne Schreckliches und öffne die Bilge. Die Antriebswelle dreht sich fast nicht mehr. Im Motorraum sehe ich dann die Bescherung: Das ganze Hydrauliköl des Getriebes ist ausgelaufen. Nun ist guter Rat teuer: Kein Wind und kein Motorantrieb. Und viel Verkehr mit schnellen Motorbooten und Fähren. In einer Entfernung von ca. 0,5 sm sehe ich eine Segelyacht und mache mit den Armen das Notzeichen. Die Yacht steuert uns auch sofort an und der Skipper, ein Kroate mit Frau, ist sofort bereits, uns zu helfen und übernimmt unsere Schleppleine. Fachmännisch befestigt er die Leine am Heck und schleppt uns dann in den langen Fjord zur Marina nach Dubrovnik. Unser neuer Freund benachrichtigt per Handy die Marina, dass wir Hilfe beim Anlegen brauchen. An der Marina erwarten uns auch schon 2 Schlauchboote und bugsieren uns an den Kai. Unsere beiden Helfer, Maroje Rathman und Frau Sari, können wir leider nicht zum Abendessen in ein gutes Restaurant einladen, sondern sie bestehen darauf, uns am Abend abzuholen und bei Ihnen zum Grillen einzuladen. Wir fahren ca. 20 km mit Maro an der Küste entlang nach Norden und erreichen ihr schmuckes Eigenheim, dass sie erst seit kurzem besitzen. Stolz zeigen sie uns die bereits eingeleiteten, aber noch nicht ganz abgeschlossenen umfangreichen Umbauten. Man hat eine phantastische Aussicht auf die gesamte Küste mit den vorgelagerten Inseln. Es ist eine Traumlandschaft. Zum Essen gart Maro einen selbst gefangenen riesigen Tintenfisch in einem kroatischen Gusstopf auf offenem Feuer. Der Topf wird auch von oben mit glühender Kohle bedeckt, sodass die Hitze gleichmäßig einwirken kann. Das Ergebnis war köstlich. Die hübsche Tochter und zwei Freundinnen wurden ebenso satt. Spät am Abend brachte uns Maro zurück in die Marina, wo wir satt in die Kojen fielen. Fast 10 Tage verbrachten wir in der schönen Marina in Dubrovnik und konnten uns die Stadt ausführlich ansehen. Wir machten einen Rundgang auf der Stadtmauer und sahen so die Beschädigungen, die im letzten Krieg durch die Serben verursacht wurden. Überall neue Dächer, die zeigten, dass dort Granaten eingeschlagen sind. Heute kann man kaum noch nicht reparierte Schäden sehen. Die fleißigen Kroaten haben alles wieder instand gesetzt. Nach ca. 10 Tagen Faulenzen, Schwimmen und Besichtigungen war schließlich unser Getriebe wieder instand gesetzt und wir konnten von Dubrovnik Abschied nehmen.

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